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14 Min. Lesezeit·Zuletzt aktualisiert: 2026-04-07·Remote-Arbeiter · Digitale Nomaden · Arbeitgeber

Remote-Arbeit aus dem Ausland: steuerliche Auswirkungen

Steuerlicher Wohnsitz, Einkommensaufteilung, bilaterale Abkommen nach COVID und Sozialversicherungsregeln für Remote-Arbeiter, digitale Nomaden und Arbeitgeber mit Personal im Ausland.

Remote-Arbeit und internationale Besteuerung

Grenzüberschreitende Remote-Arbeit ist seit der Pandemie zu einer strukturellen Realität geworden. In der Schweiz arbeiten täglich Tausende von Arbeitnehmern für ausländische Arbeitgeber von zu Hause aus oder für Schweizer Unternehmen, während sie im Ausland wohnen. Diese Flexibilität wirft jedoch komplexe steuerliche Fragen bezüglich Wohnsitz, Einkommensbesteuerung und Sozialversicherung auf.

Im Gegensatz zur traditionellen Arbeit, bei der der Arbeitsort mit dem Wohnsitz oder dem Firmensitz übereinstimmt, trennt internationale Telearbeit den Arbeitnehmer physisch vom Arbeitgeber. Diese Trennung kann Steuerpflichten in mehreren Ländern, Doppelbesteuerungsrisiken und — für Unternehmen — das gefürchtete Betriebsstättenrisiko auslösen.

Dieser Leitfaden analysiert die wichtigsten steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen für diejenigen, die in einem grenzüberschreitenden Kontext remote arbeiten, mit besonderem Fokus auf die Schweiz und die Nachbarländer (Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich).

Warum es wichtig ist, jetzt zu handeln

Die vorübergehenden Post-COVID-Vereinbarungen zu Telearbeit und Sozialversicherung wurden durch dauerhafte Regeln ersetzt (ab 1. Juli 2023 für die EU/EFTA-Sozialversicherung). Wer seine Situation nicht überprüft, riskiert Doppelbesteuerung, Sanktionen und Vorsorgelücken.

Steuerlicher Wohnsitz: wann und wie er sich ändert

Das Schlüsselkonzept in der internationalen Besteuerung von Remote-Arbeitern ist der steuerliche Wohnsitz. In der Schweiz wird der steuerliche Wohnsitz durch den Wohnsitz (der Ort, an dem eine Person die Absicht hat, sich dauerhaft niederzulassen) oder den qualifizierten Aufenthalt (Aufenthalt von mindestens 30 Tagen mit Erwerbstätigkeit oder 90 Tagen ohne) bestimmt. Hier sind die bestimmenden Faktoren:

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Mittelpunkt der Lebensinteressen

Das Land, in dem die engsten persönlichen, familiären und wirtschaftlichen Beziehungen bestehen. Dies ist das Hauptkriterium zur Lösung von Doppelansässigkeitskonflikten in DBA (Doppelbesteuerungsabkommen).

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Gewöhnlicher Aufenthalt

Wenn der Mittelpunkt der Lebensinteressen nicht bestimmt werden kann, zählt das Land, in dem sich die Person am häufigsten aufhält. Die Berechnung basiert auf den Tagen der physischen Anwesenheit.

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183-Tage-Regel

Viele DBA sehen vor, dass ein Arbeitnehmer ausschliesslich im Wohnsitzstaat besteuert wird, wenn er sich weniger als 183 Tage in 12 Monaten im anderen Staat aufhält und die Vergütung nicht von einem Arbeitgeber oder einer Betriebsstätte im anderen Staat getragen wird.

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Registereintrag

Die Eintragung im Einwohnerregister einer Schweizer Gemeinde begründet eine Vermutung des steuerlichen Wohnsitzes, ist aber allein nicht ausreichend: die tatsächlichen Umstände sind entscheidend.

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Aufenthaltsbewilligung

Die Art der Bewilligung (B, C, L, G) beeinflusst die Besteuerungsart in der Schweiz. Inhaber der B-Bewilligung mit tatsächlichem Wohnsitz werden ordentlich besteuert; Grenzgänger (G) folgen besonderen Regeln.

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Doppelter Wohnsitz möglich

Es ist möglich, nach den jeweiligen innerstaatlichen Gesetzen gleichzeitig in zwei Ländern steuerlich ansässig zu sein. Bilaterale DBA dienen genau dazu, diese Konflikte zu lösen, indem sie den Wohnsitz einem einzigen Staat zuordnen.

Achtung: Den Wohnsitz ins Ausland zu verlegen, ohne tatsächlich den Mittelpunkt der Lebensinteressen (Familie, Vermögen, soziale Beziehungen) zu verlagern, kann von der Schweizer Steuerbehörde angefochten werden. Die blosse Abmeldung reicht nicht aus, um die unbeschränkte Steuerpflicht in der Schweiz zu beenden.

Einkommensaufteilung zwischen Ländern

Wenn ein Arbeitnehmer seine Tätigkeit in mehreren Staaten ausübt, muss das Einkommen nach dem Ort der tatsächlichen Arbeitsausübung aufgeteilt werden. Hier sind die wichtigsten Regeln:

1

Prinzip des Tätigkeitsorts

Nach dem OECD-Muster (Art. 15) ist das Einkommen aus unselbstständiger Arbeit in dem Staat steuerbar, in dem die Tätigkeit tatsächlich ausgeübt wird. Wenn Sie von zu Hause in Italien für ein Schweizer Unternehmen arbeiten, sind die in Italien gearbeiteten Tage in Italien steuerbar.

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Pro-rata-Berechnung der Tage

Das Einkommen wird grundsätzlich im Verhältnis der in jedem Land gearbeiteten Tage aufgeteilt. Beispiel: 60% der Tage in der Schweiz = 60% des Einkommens in der Schweiz besteuert, 40% der Tage in Italien = 40% in Italien besteuert.

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Beseitigung der Doppelbesteuerung

Der Wohnsitzstaat gewährt normalerweise eine Steueranrechnung oder eine Freistellung mit Progressionsvorbehalt für die im anderen Staat gezahlten Steuern. Die Methode hängt vom anwendbaren bilateralen DBA ab.

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Ausnahme: Toleranzschwelle

Einige bilaterale Abkommen (z.B. Frankreich–Schweiz für Grenzgänger) sehen eine Toleranzschwelle für Telearbeit vor: bis zu 40% der von zu Hause aus dem Ausland gearbeiteten Tage können im Bürostaat besteuert bleiben. Jenseits dieser Schwelle geht der Grenzgängerstatus verloren.

Bilaterale Abkommen und regulatorischer Rahmen nach COVID

Während der Pandemie hat die Schweiz vorübergehende Abkommen mit den Nachbarländern geschlossen, um zu verhindern, dass die erzwungenen Telearbeitstage die steuerliche Einkommensaufteilung verändern. Diese Abkommen sind ausgelaufen und wurden durch dauerhafte Regeln oder neue Rahmenabkommen ersetzt.

Die aktuelle Regulierungslandschaft variiert erheblich je nach beteiligtem Länderpaar:

Schweiz – Frankreich

Die Verständigungsvereinbarung von 2023 sieht eine Telearbeitsschwelle von 40% für Grenzgänger des Abkommens von 1983 (Grenzkantone) vor. Unterhalb dieser Schwelle bleibt das Einkommen vollständig in der Schweiz besteuert. Über 40% geht der Grenzgängerstatus verloren und die klassische Aufteilung gilt.

Schweiz – Italien

Das neue Abkommen Italien–Schweiz (in Kraft seit 2024) sieht spezifische Regeln für Grenzgänger vor. Für Telearbeit gibt es noch keine formelle Toleranzschwelle vergleichbar mit der französisch-schweizerischen; die Situation wird fallweise auf Basis des bilateralen DBA beurteilt.

Schweiz – Deutschland

Die Konsultationsvereinbarung erlaubt bis zu 24 Tage Tätigkeit im anderen Staat (Nichtrückkehrtage-Regel). Für strukturelle Telearbeit gilt die klassische Pro-rata-Aufteilung nach Art. 15 DBA.

Schweiz – Österreich

Es gibt keine spezifische Regelung für Telearbeit. Art. 15 DBA mit Pro-rata-Aufteilung der Tage gilt. Die 183-Tage-Schwelle bleibt die Hauptreferenz.

EU/EFTA Multilateraler Rahmen (Sozialversicherung)

Seit dem 1. Juli 2023 sieht das neue europäische Rahmenabkommen zur Sozialversicherung vor, dass ein Arbeitnehmer, der mindestens 25% seiner Tätigkeit im Wohnsitzstaat ausübt, der Sozialversicherung dieses Staates unterstellt bleibt. Unter 25% bleibt er dem Staat des Arbeitgebers unterstellt.

Abkommen in Entwicklung

Der regulatorische Rahmen für internationale Telearbeit entwickelt sich ständig weiter. Die Schweiz verhandelt spezifische Abkommen mit verschiedenen Ländern. Es ist wichtig, immer die aktuelle Situation mit einem spezialisierten Steuerberater zu überprüfen.

Betriebsstättenrisiko für den Arbeitgeber

Eines der am meisten unterschätzten Risiken grenzüberschreitender Remote-Arbeit betrifft den Arbeitgeber: Ein Mitarbeiter, der dauerhaft aus dem Ausland arbeitet, kann im Tätigkeitsland eine «Betriebsstätte» (Permanent Establishment, PE) begründen, mit erheblichen steuerlichen Folgen für das Unternehmen.

1

Was ist eine Betriebsstätte

Nach dem OECD-Muster (Art. 5) ist eine Betriebsstätte eine feste Geschäftseinrichtung, durch die das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit ganz oder teilweise ausübt. Ein Home-Office im Ausland kann eine PE begründen, wenn der Arbeitgeber es verlangt oder systematisch davon profitiert.

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Wann sich das Risiko realisiert

Das Risiko ist konkret, wenn: der Mitarbeiter die Vollmacht hat, Verträge im Namen des Unternehmens abzuschliessen, kontinuierlich und nicht nur vorübergehend aus dem Ausland arbeitet, oder über vom Arbeitgeber bereitgestellte Räumlichkeiten verfügt. Ein gelegentlicher Aufenthalt (z.B. einige Wochen) begründet in der Regel keine PE.

3

Steuerliche Folgen für das Unternehmen

Wird eine PE anerkannt, wird das Schweizer Unternehmen im ausländischen Staat gewinnsteuerpflichtig, muss sich steuerlich registrieren, eine separate Buchhaltung führen und — möglicherweise — sich der lokalen Mehrwertsteuer unterstellen.

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Wie das Risiko gemindert werden kann

Klare Unternehmensrichtlinien für Telearbeit aus dem Ausland mit Tageslimiten einführen, vorherige Genehmigungen verlangen, die Delegation von Vertragsvollmachten an den Remote-Mitarbeiter vermeiden und dokumentieren, dass das Home-Office die Wahl des Mitarbeiters ist, nicht eine Anforderung des Unternehmens.

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Aktuelle Rechtsprechung

Die internationale Rechtsprechung entwickelt sich. Die OECD hat im aktualisierten Kommentar (2024) klargestellt, dass Post-COVID-Telearbeit nicht automatisch eine PE begründen sollte, aber jeder Fall individuell beurteilt werden muss. Einige Länder (z.B. Frankreich) haben restriktivere Positionen eingenommen.

Ein Mitarbeiter im Ausland, der regelmässig Verträge für das Schweizer Unternehmen abschliesst oder über ein vom Arbeitgeber bereitgestelltes Büro verfügt, begründet mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Betriebsstätte. Die steuerlichen Auswirkungen können sehr erheblich sein.

Sozialversicherungsregeln für grenzüberschreitende Remote-Arbeit

Die Sozialversicherung (AHV/IV, Pensionskasse, Unfallversicherung) folgt spezifischen Koordinierungsregeln für grenzüberschreitende Arbeit. Das Grundprinzip ist, dass ein Arbeitnehmer nur der Sozialversicherung eines einzigen Staates unterstellt sein soll:

Grundprinzip: Tätigkeitsstaat

Der Arbeitnehmer ist der Sozialversicherung des Staates unterstellt, in dem die Arbeit physisch ausgeübt wird. Wenn Sie physisch in der Schweiz arbeiten, sind Sie durch die Schweizer AHV/IV gedeckt, unabhängig vom Sitz des Arbeitgebers.

Telearbeit unter 25%

Wenn die Telearbeit im Wohnsitzstaat unter 25% der Gesamttätigkeit bleibt, bleibt der Arbeitnehmer der Sozialversicherung des Arbeitgeberstaates unterstellt. Die A1-Bescheinigung (oder das Schweizer Äquivalent) bestätigt die Unterstellung.

Telearbeit ab 25%

Wenn die Tätigkeit im Wohnsitzstaat 25% erreicht oder überschreitet, wird der Arbeitnehmer der Sozialversicherung des Wohnsitzstaates unterstellt. Dies bedeutet einen Wechsel der Ausgleichskasse und den Verlust der Zugehörigkeit zur Vorsorge des anderen Staates.

EU/EFTA-Rahmenabkommen

Die Schweiz nimmt seit dem 1. Juli 2023 am europäischen multilateralen Abkommen teil, das die 25%-Schwelle als Standard festlegt. Für Nicht-EU/EFTA-Länder gelten die spezifischen bilateralen Sozialversicherungsabkommen.

Mehrfachtätigkeit und Selbstständige

Wer für mehrere Arbeitgeber in verschiedenen Ländern arbeitet oder eine grenzüberschreitende selbstständige Tätigkeit ausübt, folgt spezifischen Koordinierungsregeln. Grundsätzlich ist man der Sozialversicherung des Wohnsitzstaates unterstellt, wenn man dort mindestens 25% der Tätigkeit ausübt.

Praktische Fälle

Hier sind einige häufige Szenarien und ihre steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen:

Entwickler mit Wohnsitz in der Schweiz, Arbeitgeber in Deutschland

ProfilWohnhaft in Zürich mit C-Bewilligung, arbeitet 100% remote für ein Münchner Softwareunternehmen. Bruttoeinkommen: CHF 140'000.
BesteuerungVollständig in der Schweiz besteuert (Wohnsitz- und Tätigkeitsstaat stimmen überein). Deutschland hat kein Besteuerungsrecht, da die Tätigkeit nicht auf seinem Gebiet ausgeübt wird. Sozialversicherung: Schweizer AHV.
AchtungDer deutsche Arbeitgeber muss sich möglicherweise als Arbeitgeber in der Schweiz registrieren, um AHV-Beiträge abzuführen, oder die Verwaltung an einen Schweizer Payroll-Dienstleister delegieren.

Italienische Designerin, die von Mailand für eine Agentur in Lugano arbeitet

ProfilWohnhaft in Mailand, arbeitet 3 Tage pro Woche von zu Hause (60%) und 2 Tage im Büro in Lugano (40%). Bruttoeinkommen: CHF 95'000.
Besteuerung60% des Einkommens in Italien besteuert (wo sie arbeitet), 40% in der Schweiz (Quellensteuer). Italien gewährt eine Steueranrechnung für die Schweizer Steuer. Sozialversicherung: Italienisches INPS (da sie ≥25% im Wohnsitzstaat arbeitet).
AchtungDer Wechsel zur italienischen Sozialversicherung bedeutet den Verlust der Zugehörigkeit zur Schweizer Pensionskasse (BVG). Die langfristigen Vorsorgeauswirkungen sorgfältig prüfen.

Digitaler Nomade mit Basis in der Schweiz

ProfilFreiberuflicher Berater mit Wohnsitz in Genf, arbeitet 4 Monate in der Schweiz, 3 Monate in Portugal, 3 Monate in Thailand, 2 Monate in verschiedenen EU-Ländern.
BesteuerungSteuerlich ansässig in der Schweiz (Mittelpunkt der Lebensinteressen). Unbeschränkte Steuerpflicht in der Schweiz auf weltweites Einkommen. Mögliche Erklärungspflichten auch in Portugal, wenn 183 Tage überschritten werden (im konkreten Fall unwahrscheinlich). DBA fallweise anwendbar.
AchtungNicht-EU-Länder (Thailand) haben eigene Regeln. Wenn Thailand lokal erwirtschaftete Einkünfte besteuert, regelt das DBA Schweiz–Thailand die Doppelbesteuerung. Wesentlich ist es, die Anwesenheitstage in jedem Land zu erfassen.

Schweizer Geschäftsführer, der remote aus Frankreich arbeitet

ProfilSchweizer Staatsbürger nach Annecy (Frankreich) umgezogen, arbeitet weiterhin als CEO für eine AG mit Sitz in Genf. Arbeitet 70% von zu Hause in Frankreich, 30% im Büro in Genf.
BesteuerungSteuerlich ansässig in Frankreich (Wohnsitz). 70% des Einkommens in Frankreich besteuert, 30% in der Schweiz. Fällt nicht mehr unter das Grenzgängerabkommen (40%-Schwelle überschritten). Sozialversicherung: Französische sécurité sociale (Tätigkeit ≥25% in Frankreich). PE-Risiko für die Schweizer AG: Der CEO könnte eine Betriebsstätte in Frankreich begründen.
AchtungDie Auswirkung ist dreifach: steuerlich (Einkommensaufteilung), sozialversicherungsrechtlich (Regimewechsel) und gesellschaftsrechtlich (PE-Risiko). Multidisziplinäre Beratung vor dem Umzug erforderlich.

Compliance-Checkliste für Remote-Arbeiter

Wenn Sie in einem grenzüberschreitenden Kontext remote arbeiten, stellen Sie sicher, dass Sie alle diese Punkte abgedeckt haben:

  • Prüfen Sie, in welchem Staat Sie Ihren steuerlichen Wohnsitz haben (Mittelpunkt der Lebensinteressen, gewöhnlicher Aufenthalt, 183-Tage-Regel)
  • Überprüfen Sie das anwendbare bilaterale DBA zwischen Ihrem Wohnsitzstaat und dem Staat des Arbeitgebers / der Kunden
  • Berechnen Sie den Prozentsatz der in jedem Land gearbeiteten Tage und dokumentieren Sie die Anwesenheiten genau
  • Überprüfen Sie die anwendbare Telearbeitsschwelle für Ihren Fall (40% Frankreich, 25% EU/EFTA-Sozialversicherung, 183 Tage DBA)
  • Beantragen oder überprüfen Sie die A1-Bescheinigung / Sozialversicherungsbescheinigung, um die Deckung im richtigen Staat zu bestätigen
  • Informieren Sie den Arbeitgeber über Ihre Situation: Er hat Quellensteuer-, Beitragszahlungs- und potenzielle PE-Risiko-Pflichten
  • Prüfen Sie, ob Sie in mehr als einem Staat eine Steuererklärung einreichen müssen (häufige Pflicht für Ansässige mit ausländischen Einkünften)
  • Prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf Steueranrechnungen oder Befreiungen haben, um eine Doppelbesteuerung desselben Einkommens zu vermeiden
  • Als Freiberufler: Überprüfen Sie die MWST-Pflichten in jedem Staat, in dem Sie Dienstleistungen erbringen (Registrierungsschwellen, Reverse Charge, OSS)
  • Konsultieren Sie mindestens einmal jährlich einen auf internationale Besteuerung spezialisierten Steuerberater, um Ihre Situation zu aktualisieren

Praktische Tipps

  • Führen Sie ein genaues Register der in jedem Land gearbeiteten Tage — verwenden Sie einen gemeinsamen Kalender oder eine Tracking-App. Bei einer Steuerprüfung liegt die Beweislast bei Ihnen
  • Informieren Sie immer den Arbeitgeber, bevor Sie dauerhaft aus dem Ausland arbeiten: Sein Nichtwissen befreit ihn nicht von den steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Risiken
  • Überprüfen Sie die Toleranzschwellen, bevor Sie Telearbeit planen: Selbst ein paar Tage über der 40%-Schwelle (Grenzgänger Frankreich) oder 25% (Sozialversicherung) können Ihre Situation radikal verändern
  • Vergessen Sie die Vorsorge nicht: Der Wechsel von einem System zum anderen kann Beitragslücken schaffen, die sich auf die zukünftige Rente auswirken. Erwägen Sie freiwillige Beiträge oder die Säule 3a
  • Als digitaler Nomade: Etablieren Sie eine klare steuerliche Basis und überprüfen Sie jährlich, ob sie der Realität entspricht. Die Steuerbehörden fechten zunehmend Gefälligkeitswohnsitze an
  • Für Arbeitgeber: Führen Sie eine Remote-Work-Richtlinie mit klaren Tageslimiten im Ausland ein (z.B. max. 24 Tage/Jahr), um das PE-Risiko zu minimieren und die Sozialversicherungsverwaltung zu vereinfachen
  • Nutzen Sie AccountEX, um Einkünfte, Quellensteuern und Beiträge in Mehrländer-Kontexten zu verfolgen: Die Plattform hilft Ihnen, alles für die Steuererklärung organisiert zu halten
  • Planen Sie Umzüge im Voraus: Ein Wechsel des steuerlichen Wohnsitzes mitten im Jahr kompliziert die Steuererklärung enorm und kann in beiden Ländern Pflichten für das Übergangsjahr auslösen

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